Pinot Noir

"Die kapriziöseste" und forderndste Rotweinrebe der Welt ist eine der ältesten Kulturreben der Menschheit und hat schon manchen Winzer zur Verzweiflung getrieben: Guter Pinot Noir ist in seiner grazilen, tiefen Sinnlichkeit durch nichts zu übertreffen, aber ungeheuer schwer zu erzeugen. In Bestform zeigt er tiefe, komplexe Aromen von hellen Beerenfrüchten und Muskatnuss, unterlegt von einem feinen Duft nach Zedernholz.

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Aus einem Guss, Pinot Noir & Merlot, Pfalz
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Baron Albert
Champagner Baron Albert rosé, AC brut
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Crémant de Bourgogne "Blanc de Noirs", AC Brut
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Paul Delane
Crémant de Bourgogne "Rosé", Paul Delane AC Brut
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Seifried Estate
Pinot Noir Aotea Seifried
Neuseeland 2019 rot
Bodega Atamisque
Pinot Noir, Catalpa
2019 rot Argentinien
Familia Schroeder
Pinot Noir, Saurus
rot 2020 Argentinien
Cupf GmbH
Werner Wermut PN Rosé, Cupf
rosé Deutschland

Wie schmeckt Pinot Noir?

Pinot Noir zählt zu den großartigsten Weinerlebnissen überhaupt. Die renommierte Master Sommelière Madeline Triffon beschreibt ihn gar als “Sex in a glass”. Höchst präzise versteht es Pinot Noir seine Herkunft am Gaumen zu spiegeln. Die tiefgründige Kirscharomatik wird in feinsten Nuancen erlebbar. Er eignet sich gut für den Ausbau in Edelstahl, wo er unverfälschte Beerenfrucht, von Erdbeeren und Brombeeren zeigt. Dazu kommt oft eine dezente Würze, manchmal etwas Nelken oder Zimt. Aber auch die Noten der Barriques (Vanille, Nussbutter, Kokos, Lakritz) nimmt Pinot Noir dankend an. Wer Waldboden und Leder mag, darf ihn gern etliche Jahre reifen lassen. Gute Pinot Noirs besitzen nämlich außerordentliches Lagerpotenzial und können die sortentypische Eleganz und Finesse über Jahrzehnte erhalten. Nur ganz selten wird er zur Wuchtbrumme. Pinot Noir bringt eine gutes Säuregerüst mit, was ihm Frische beschert und ist bei Weinkennern hochgeschätzt. Um die Sorte kennenzulernen, empfehlen wir “Beginnern” gehaltvollere Pinots aus Übersee und sich dann langsam nach Deuschland zu vorzuwagen. Wer als eingefleischter Biertrinker gleich mit Grand Cru aus Frankreich  starten will, wird wahrscheinlich mit Schulterzucken auf den ersten Schluck Pinot Noir reagieren.

Woher stammt der Pinot Noir?

Der Pinot Noir stammt aus Frankreich, genauer gesagt aus dem Burgund. Alle Rebsorten, die mit “Pinot” beginnen werden auch als Burgunderreben bezeichnet. Man geht davon aus, dass aus dem Pinot Noir die anderen verwandten Pinot-Sorten (Pinot Gris, etc.) durch natürliche Kreuzung entstanden sind. Der Pinot Noir ist somit vielleicht der Urvater aller Burgunderreben. Sein Name geht zum einen auf die Farbe zurück. “Noir” bedeutet “schwarz”. Pinot hat wahrscheinlich etwas mit der Form der Traube am Stock zu tun, die einem Pinienzapfen ähnelt.

Wo wird der Pinot Noir / Spätburgunder angebaut?

Da Pinot Noir als edelste Rotweinrebe überhaupt gilt, wird er mittlerweile überall auf der Welt angebaut. Natürlich ist Frankreich, als Heimat des Pinot Noir, das Land mit der größten Rebfläche (rund 31000 Hektar). Vor allem im namensgebenden Burgund ist er vorherrschend. Hier kommen übrigens auch die teuersten Exemplare her. Fünfstellige Preise (pro Flasche!) sind keine Seltenheit. Die USA folgen auf dem 2. Platz in puncto Anbaufläche und Preis. Schon auf dem 3.Platz liegt Deutschland, wo er mit rund 11 000 Hektar fast ein Zehntel der gesamten Anbaufläche einnimmt. Hervorragender Pinot Noir kommt aus folgenden Qualitätsanbaugebieten:
• Baden
• Württemberg
• Pfalz
• Franken
• Rheinhessen
• Ahr
Wer mehr darüber erfahren möchte. Klickt bitte hier auf unseren Artikel über Spätburgunder. Deutscher Pinot Noir ist nämlich ein echter Geheimtipp, da er preislich gesehen noch recht günstig ist. Die Qualität liegt mitterweile auf Augenhöhe mit dem weitaus teureren Pinot aus Frankreich. Insgesamt gesehen ist der Pinot Noir die am zehnthäufigsten angebaute Rebe der Welt. Vor allem der 2004 erschienene Film “Sideways” hat in Übersee für einen regelrechten Pinot-Noir Boom gesorgt. In Neuseeland (mit ca. 5500 Hektar #4 im Anbau-Ranking) ist er die rote Leitrebsorte. Überraschenderweise hat sich Australien (4800 Hektar) hinter Italien (5000 Hektar) auf Platz 6 plaziert. Auch in den kühlen Lagen der Anden-Nationen Chile und Argentinien fühlt sich Pinot Noir pudelwohl.

Was ist die ideale Trinktemperatur für Pinot Noir?

Unkomplizierter Pinot Noir Gutswein darf ruhig leicht gekühlt serviert werden. Komplexere Orts- bzw. Lagenweine sollte man bei Zimmertemperatur trinken. Schaumweine und Blanc de Noirs natürlich entsprechend kühler. Hier ist eine Übersicht unsere Empfehlungen für die ideale Serviertemperatur von Pinot Noir.
• Unkomplizierter Pinot Noir Gutswein ca. 15-17°Celsius
• Komplexer Orts- bzw. Lagenweine/ Premier Cru/Grand Cru ca. 16°-18°Celsius
• Unkomplizierte Schaumweine ca. 11°-13°Celsius
• Hochwertige Pinot Noir Schaumweine/Crémant/Sekt aus Flaschengärung ca. 12-14°Celsius
• Blanc de Noirs (Weißwein) 11°-13°Celsius
• Pinot Noir Rosé 11°-13°Celsius
Servieren Sie Pinot Noir im Zweifel lieber etwas zu kühl, wärmer wird der Wein binnen weniger Minuten. Und natürlich entscheiden Sie allein, bei welcher Temperatur Ihnen der Pinot Noir am besten schmeckt.

Zu welchem Gericht passt ein Pinot Noir Wein?

 Pinot Noir gilt als idealer Wein zu Wildgerichten. Auch Kurzgebratenes passt perfekt zu Pinot Noir. Eine wichtige Faustregel: Wenn Sie Pinot Noir zu Grillgut servieren wollen, sollte man sehr sparsam mit Marinade und BBQ-Sauce sein. Die filigranen Aromen und die Finesse mögen lieber verhalten und puristisch gewürzte Steaks. Dafür darf man Pinot Noir gern zu fetteren Gerichten reichen, das frische Säuregerüst der Traube ist hier ein exzellenter Gegenpart.

Was hat der Pinot Noir mit Champagner zu tun?

Pinot Noir gehört zu den 3 Hauptrebsorten für Champagner. Erstaunlicherweise ist er sogar die meistangebaute Rebe der Champagne. Auf Platz 2 und 3 folgen seine Geschwister Pinot Meunier (deutsch: Müllerrebe/Schwarzriesling) und Chardonnay. Zusammen belegen sie 99,98% der Rebfläche dort. Den Pinot Noir findet man sowohl im ganz klassischen weißen Non Vintage und natürlich im Rosé Prickler. Auch bei diesen luxuriösen Schaumweinen gibt es einen Blanc de Noirs, mit bis zu 100% Pinot Noir-Anteil. Nicht vergessen wollen wir hier Pinot Noir, der nicht prickelt. Dieser sündhaft teure Rotwein firmiert dann jedoch unter dem deckungsgleichen Anbaugebiet AOC Côteaux Champenois und darf sich nicht Champagner nennen.

Sind Pinot Noir und Spätburgunder das Gleiche?

 Ja, bei Pinot Noir und Spätburgunder handelt es sich um dieselbe Rebsorte, man kann hierzulande beide Begriffe verwenden. In Deutschland heißt er auch manchmal Schwarzburgunder oder Blauer Spätburgunder. Das ist eigentlich irreführend, da die Sorte gar nicht so spät reift. Wahrscheinlich wollte man ihn zum Frühburgunder abgrenzen. Auch der Pinot Noir hat natürlich unzählig viele Namen. Unsere Lieblingsbezeichnungen sind Glasschwarz und Möhrchen. In Österreich und der Schweiz kennt man ihn auch als Blauburgunder. In Italien heißt er Pinot Nero.

Wie schmeckt Blanc de Pinot Noir?

Walderdbeere, Brombeere, etwas Würze und Cassis, dazu eine herrliche Cremigkeit und Schmelz. Er vereint alle Vorteile von Weißwein und Pinot Noir und ist in Deutschland absolut im Trend: Der Blanc de Noir. Für korrektes Französisch fehlt noch ein kleines “s”. Dort heißt er Blanc de Noirs. Dies bedeutet wörtlich übersetzt Weißer von den Schwarzen (Trauben). Die eigentlich roten bis dunkelblauen Beeren werden wie Weißwein gekeltert. Sie werden sofort nach der Lese von den Stielen getrennt und gepresst. So dass nur der abgepresste Saft zu gären beginnt. Die Weinbereitung und Reifung findet meist im Edelstahl statt. Nur selten kommen beim Pinot Blanc de Noir Holzfässer zum Einsatz.