Grandioses vom Granit

Sterhuis

Johan Krugers Sterhuis-Weine aus Stellenbosch.

Zu unseren schönsten Erinnerungen aus 39 Jahren Weinreisen und Weineinkauf zählt der erste Besuch beim Weingut Sterhuis im Januar dieses Jahres: Die Weine hatten wir schon im letzten Jahr probiert und waren hin und weg vor Begeisterung – nun ging es darum, den Winemaker, die Farm und seine Familie kennenzulernen. Als der überaus sympathische Johan Kruger meine Frau Christine und mich abholte und in seinem Pickup zum Sitz des Weingutes in die verwunschenen, unfassbar schönen Bottelary Hills chauffierte, war er unterwegs telefonisch sehr beschäftigt: Der beste Schlachter der Region rief an und offerierte eine Partie umwerfend guter Steaks aus den Grasslands, was lebhafte Verhandlungen nach sich zog. Über staubige Pisten ging es zum bescheidenen, aber traumhaft gelegenen Haus der Krugers, wo wir uns durch die gesamte, faszinierende Palette des Weingutes testeten. Nachdem wir damit durch und immer noch völlig begeistert waren, landete vor uns auf dem Tisch plötzlich nicht etwa noch ein Wein – sondern eine Packung besagter, abgehangener Grassland-Steaks. Der Grund: Johan hatte mit seiner bezaubernden Gattin, der Belgierin Sophie, beschlossen uns spontan zum Sundowner-Barbecue einzuladen. Natürlich waren die Steaks vom Rebwurzelfeuer unfassbar gut, natürlich gab es geniale hausgemachte Pommes (der Belgier als solcher m/w ist genetisch konditioniert, die besten Pommes Frites der Welt zuzubereiten), die freundlichen Hofhunde umsprangen uns, das frisch geschlüpfte Söhnchen Matteo leistete uns Gesellschaft – und dazu gab es einen atemberaubenden Sonnenuntergang in den Bergen. Atemberaubend sind auch die Weine: Sie stammen, ungewöhnlich für , ausschließlich aus den Trauben des eigenen 112-Hektar-Gutes – und sie wachsen in perfekt durchlüfteten Höhenlagen mit starker Nachtabkühlung auf kargen Granitböden.

Und wenn ein so begnadeter Winzer wie Johan Kruger, immerhin schon 2004 zu Südafrikas "Winemaker of the Year" gekürt, derart erlesenes Traubenmaterial in die Finger bekommt: Dann, ja dann entstehen kristallklare, geschliffene Gewächse von großer Brillanz und Präzision, bei denen eigentlich nur eines verwundert: die äußerst moderaten Preise.

Gerd Rindchen
(WEIN NEWS Oktober 2016)

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