Sangiovese - eine Ikone italienischer Weintradition

Wenn sich eine Rebsorte Sangiovese nennt, also Jupiterblut, könnte man zwei Dinge erwarten: Zum einen, dass sie antiken Ursprungs ist – was allerdings, dazu später mehr, nicht zutrifft. Zum anderen,  dass sie Großes ins Glas bringt. Das nun stimmt für die bedeutendste rote Rebsorte Italiens in jeder Hinsicht. Der Sangiovese tut dies allerdings mit vornehmer Zurückhaltung. Taucht sein Name selbst auf dem Etikett auf, handelt es sich in aller Regel um einen angenehmen Alltagswein. Seine noble Klasse versteckt Sangiovese hinter Namen – genauer Herkunftsbezeichnungen – wie Chianti Classico Riserva, Brunello di Montalcino oder Vino Nobile di Montepulciano. Die einzige Ausnahme bildet der Romagna Sangiovese.
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Cielo e Terra
"100x100" Appassimento
2020 Italien Apulien rot
Poggiotondo
"l'oca ciuca" Toscana Rosso
2020 Italien Toskana rot
Grignano
"Poggio Gualtieri" Chianti Rufina Riserva
2016 Italien Toskana rot Bio
Valdonica
"Arnaio" Maremma Rosso
2017 Italien Toskana rot Bio
Panzanello di Andrea
Chianti Classico Riserva, DOCG
2018 Italien Toskana rot Bio
Drei Dona
"Notturno" Sangiovese Predappio
2017 Italien Emilia-Romagna rot
Azienda Agricola Amantis
Sangiovese Montecucco
2016 Italien Toskana rot
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La Togata
Rosso di Montalcino
2018 Italien Toskana rot
Tenuta De Angelis
"Campo di Marte" Rosso Piceno Superiore
2020 Italien Marken rot Bio
Poggio Nibbiale
Morellino di Scansano
2021 Italien Toskana rot Bio
La Togata
Brunello di Montalcino, DOCG
2017 Italien Toskana rot
Valdonica
"Saragio" Maremma Toscano Sangiovese
2015 Italien Toskana rot
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"Andraemo" Toscana Rosso
2021 Italien Toskana rot
Poggio Nibbiale
"Tesorino" Toscana Rosso
2019 Italien Toskana rot Bio
Panzanello di Andrea
Chianti Classico
2021 Italien Toskana rot Bio
Contri
Sangiovese Terre del Sasso, IGT
2021 Italien Emilia-Romagna rot
Azienda Agricola Feliciana
"Feliser" Riviera del Garda Classico
2021 Italien Lombardei rot
Tenuta De Angelis
"Campo di Marte" Rosso Piceno
2022 Italien Marken rot Bio
I Sodi
Chianti Classico, DOCG
2020 Italien Toskana rot
Terra Nera
"Scorpus" Terra Nera
2019 Italien Toskana rot
Val di Suga
Brunello di Montalcino
2018 Italien Toskana rot
I Sodi
Chianti Classico Riserva
2019 Italien Toskana rot
Fantini Vini
"Fibonacci - di Mano Magistrale"
2022 Italien Apulien rot

Inhaltsverzeichnis

  1. Der Toskana-Mythos und die Generation Käfer
  2. Der Geschmack des Sangiovese: Kirsche, Leder, Temperament
  3. Sangiovese Riserva: Großes Holzfass oder Barrique
  4. Alterungsfähigkeit: Wie lange kann Sangiovese lagern?
  5. Geschichte des Sangiovese: Chianti Classico und Brunello di Montalcino
  6. Die wichtigsten Anbaugebiete der Toskana
  7. Sangiovese in der Emilia Romagna, den Marken und Umbrien
  8. Das Jupiterblut in Rosé
  9. Food Pairing: Antipasti, Bistecca, Pilze, reduzierte Saucen, Geschmortes

Der Toskana-Mythos und die Generation Käfer

Es ist der Dreiklang aus lebendiger Säure, mineralischen Anklängen im Geruch und Geschmack und einer enormen Bandbreite feinster Fruchtnoten. So entsteht die Bühne für den ganz großen Aromatik-Auftritt. Deutscher Riesling genießt weltweit einen Ruf wie Donnerhall. Und zwar nicht nur wegen der einzigartigen Spitzenweine, die die Sorte vor allem an der Mosel, an der Nahe oder im Rheingau hervorbringt. Ein großer Anteil der deutschen Riesling-Spezialisten erzeugt beste Qualität auch zu moderaten Preisen.

Der Geschmack des Sangiovese: Kirsche, Leder, Temperament

Ein tolles Preis-Genuss-Verhältnis findet sich bei etlichen Rieslingen aus der Pfalz, aber auch dann, wenn das Etikett einen Riesling aus Rheinhessen präsentiert. Bereits im unteren Preissegment, oft auch in der Literflasche, machen Gerd Rindchen und seine Qualitäts-Kundschafter jedes Jahr die allerschönsten Entdeckungen. Eine sehr gute Alternative kann vor allem Riesling aus Österreich sein.

Sangiovese Riserva: Großes Holzfass oder Barrique

Der Riesling zählt zu der Handvoll weißer Edelreben mit internationaler Reputation. Er bespielt die gesamte Range vom trockenen Alltagswein zum Großen Gewächs, aber auch das fruchtsüße Spektrum bis hin zu raren und im wahrsten Wortsinne kostbaren Spezialitäten wie Eisweinen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen. Keine andere Rebsorte repräsentiert die deutsche Weinkultur wie der Riesling. Noch vor hundert Jahren wurde er in der internationalen Spitzengastronomie in einem Atemzug mit den großen Crus aus dem Burgund und dem Bordelais genannt. Mit knapp 45 Prozent haben die deutschen Winzer den größten Anteil am weltweiten Anbau dieser hochwertigen Rebsorte. So gilt Deutschland nicht nur als Heimat des Rieslings, sondern ist auch führend in der Produktion von Spitzenweinen aus der grüngelben Weißweintraube.
Wann und wo die Rebsorte entstand, ist strittig. Neben verschiedenen deutschen Regionen reklamiert auch die Wachau in Österreich den Ursprung für sich. Als gesichert gilt der Anbau an Mosel und Rhein um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Sein Siegeszug begann der Riesling allerdings erst nach der sogenannten ’kleinen Eiszeit’ Ende des 18. Jahrhunderts. Damals ließen die klimatischen Verhältnisse erstmals eine späte Lese der Trauben bis in den November hinein und damit eine vollständige physiologische Reife zu.

Alterungsfähigkeit: Wie lange kann Sangiovese lagern?

Riesling ist als Cool-Climate-Rebsorte gut geeignet für den Anbau in nördlichen Regionen, da sie frostunempfindlich ist, stellt jedoch hohe Ansprüche an ihre Lage. Die kleinen Rieslingtrauben reifen sehr spät im Jahr und brauchen die warme Herbstsonne unbedingt. Beste Bedingungen finden die Winzer für den Anbau dieses Weins vor allem an den Steillagen enger Flusstäler, in denen sich die Wärme staut und von den steinigen, schiefrigen Böden gespeichert wird.
Das Rheingau ist mit fast 2.500 Hektar Besatz das größte Riesling-Anbaugebiet. Es folgen die Regionen Mosel, Pfalz, Rheinhessen, Württemberg, Baden und Nahe. Vor allem an Rhein und Mosel findet die Rebsorte ideale Wachstumsbedingungen: milde Winter und gemäßigt temperierte Sommer, windgeschützte Steillagen und gut durchlüftete warme Schieferböden.

Geschichte des Sangiovese: Chianti Classico und Brunello di Montalcino

Den Riesling zeichnet ein unnachahmliches Süße-Säure-Spiel aus. Die markante Säureader der Rebsorte prägt die Fruchtaromen von Weinbergpfirsich, Apfel und Zitrus. Je nach Reifegrad und Bodentyp gesellen sich Noten von Aprikose, Orangenschale aber auch Ananas, Mango und sogar Passionsfrucht hinzu, ergänzt um florale und kräuterige Noten. Komplett durchgegorene und damit vollständig trocken ausgebaute Rieslinge sind eher die Ausnahme. In aller Regel erhalten die Winzer – auch bei weinrechtlich als trocken geltenden Weinen - als Gegengewicht zur Säure einen Restzuckergehalt. Viele, insbesondere internationale Experten attestieren dem Riesling seine größte Stärke im halbtrockenen bis feinherben Bereich. Die charakteristische, fruchtige Säure prädestiniert die Traube ebenso für die Herstellung von Winzersekt.
Riesling ist eine ausgesprochene Terroir-Rebe, d.h. sie zeichnet die Mineralik der Böden im Geschmack sehr präzise nach. Bekannt sind die Schiefernoten der Rieslinge von der Mosel (z.B. Reichsgraf von Kesselstatt), der Nahe (z.B. Kruger- Rumpf) oder dem Rheingau (Laquai), die Muschelkalknoten in Franken (z.B. Müller I) und Teilen der Pfalz (Gabel) oder die würzigen Noten vom Roten Hang in Rheinhessen (Leonhard). Rieslinge haben ein großes Lagerpotential. Mit den Jahren entwickeln sie dabei zusätzliche aromatische Noten, von denen Orangenzeste, Honigtöne und Petrol die bekanntesten sind.
Am verbreitetsten sind trockene und feinherbe Rieslingweine, doch aus der Rebe werden auch hervorragende Süßweine wie Beerenauslesen gekeltert. Für diese außergewöhnlichen Weine lassen Winzer wie Klaus Peter Leonhard die Trauben am Stock zu Rosinen trocknen. So entstehen natursüße Rieslingweine von dickflüssiger Konsistenz, die als Aperitif oder Dessertwein getrunken werden.

Die wichtigsten Anbaugebiete der Toskana

Seine außergewöhnliche aromatische Bandbreite ermöglicht den Einsatz von Riesling über den gesamten Menüverlauf und in diversen Küchen. Trockene Rieslinge begleiten Fisch und Meeresfrüchte, aber auch mediterrane Gemüsegerichte und Spargel, Huhn oder anderes helles Fleisch. Lediglich bei säurebetonten grünen Salaten sollte man von einem knackigen Riesling Abstand nehmen.
Lagenrieslinge und Große Gewächse haben eine Intensität und Kraft, die sie auch vor dunklem Geflügel oder geschmortem oder gegrilltem Rindfleisch nicht zurückschrecken lassen. In seiner halbtrockenen oder lieblichen Spielart gilt Riesling als königliche Wahl in der anspruchsvollen, süß-sauren asiatischen und scharfen Küche. Schließlich sind süße Riesling-Auslesen unschlagbar gut zu fruchtigen Nachtischen und Sorbets.

Sangiovese in der Emilia Romagna, den Marken und Umbrien

Der Riesling ist das Aushängeschild für den deutschen Weinbau. Alteingesessene sowie junge Winzer produzieren jedes Jahr erstklassigen Riesling, der mit seiner lebendigen Säure und seinem fruchtigen Aroma begeistert.
Rieslingweine aus Spitzenlagen wie dem Roten Hang am Rhein, dem Scharzhofberg an der Saar oder dem Pitterberg an der Nahe sind international hoch geschätzt und werden regelmäßig mit Preisen ausgezeichnet. Der Riesling wird in allen 13 deutschen Weinanbaugebieten kultiviert.

Das Jupiterblut in Rosé

Die ursprünglichste Art der Schaumweinerzeugung ist, bereits bei der ersten Gärung der Grundweine die traubeneigene Gärkohlensäure im Wein einzufangen. Weil das früher in unbeabsichtigter Weise durch sogenanntes Nachgären geschah, nennt man dieses Verfahren rural – also bäuerlich. Sie kontrolliert einzusetzen, ist allerdings äußerst anspruchsvoll. An einem bestimmten Punkt der Gärung wird der Tank geschlossen, damit die Kohlensäure nicht mehr entweicht. Wer nicht extrem sauber arbeitet, erhält wahlweise instabilen Federweißen oder ein unangenehm riechendes Getränk. Meister dieser Methode finden sich traditionell unter den Lambrusco-Erzeugern (nicht die aus dem Supermarkt!) oder Moscato d‘Asti-Winzern. In der Naturweinbewegung erfreuen sich diese kurz Péd Nat genannten Weine als naturtrübe Schaumweine wachsender Beliebtheit.

Food Pairing: Antipasti, Bistecca, Pilze, reduzierte Saucen, Geschmortes

Die ursprünglichste Art der Schaumweinerzeugung ist, bereits bei der ersten Gärung der Grundweine die traubeneigene Gärkohlensäure im Wein einzufangen. Weil das früher in unbeabsichtigter Weise durch sogenanntes Nachgären geschah, nennt man dieses Verfahren rural – also bäuerlich. Sie kontrolliert einzusetzen, ist allerdings äußerst anspruchsvoll. An einem bestimmten Punkt der Gärung wird der Tank geschlossen, damit die Kohlensäure nicht mehr entweicht. Wer nicht extrem sauber arbeitet, erhält wahlweise instabilen Federweißen oder ein unangenehm riechendes Getränk. Meister dieser Methode finden sich traditionell unter den Lambrusco-Erzeugern (nicht die aus dem Supermarkt!) oder Moscato d‘Asti-Winzern. In der Naturweinbewegung erfreuen sich diese kurz Péd Nat genannten Weine als naturtrübe Schaumweine wachsender Beliebtheit.