Weingläser

Welches Weinglas denn nun das richtige ist und welcher Wein wo am besten zur Geltung kommt, wird auch unter Fachleuten heftig diskutiert. Es ist also sehr viel persönliche Meinung und ureigener Geschmack mit im Spiel. Wir haben uns dennoch um einen guten Konsens bemüht.

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Zwiesel 1872
"Pure" Champagnerglas 2er Set
Deutschland
Zwiesel 1872
"Pure" Rotweinglas 2er Set
Deutschland
Zwiesel 1872
"Pure" Weißweinglas 2er Set
Deutschland
Zwiesel 1872
Glas Enoteca, 2er im Schmuckkarton

Wie erkenne ich ein gutes Weinglas

Ein geschultes Auge erkennt sofort maschinell gepresste Weingläser an den „Nahtstellen“ oder am aufgesetzten Fuss. Prinzipiell spricht nichts gegen maschinell hergestellte Gläser. Natürlich sind mundgeblasene Gläser viel hochwertiger – aber eben auch teurer. Sie sind zum einen oft elastischer und brechen deshalb nicht so leicht, zum anderen besitzen sie eine dünnere Glaswand, was der Sensorik und der gleichbleibenden Weintemperatur zugute kommt. Zum Einstieg ein paar Faustregeln, was ein gutes Weinglas ausmacht. Sie gelten gleichermaßen für Rotweingläser wie Weißweingläser: • Das Weinglas hat einen Stiel • Es verjüngt sich nach oben hin, wird an der Öffnung schmaler • Die Glaswand ist eher dünner • Der Rand hat keine dickere Wulst • Der Glasrand ist geschliffen und dünn Es gilt: Die heimischen Glashersteller haben meist zu fairen Preisen sehr ordentliche Qualitäten im Programm. Die grundsätzliche Formgebung (z.B. Bordeauxglas, Burgunderglas, Rieslingglas) ist bei den meisten Produzenten sehr ähnlich. Bei der Optik entscheidet allein Ihr persönlicher Geschmack. Qualitativ oder sensorisch machen kreative Formen und andere Innovationen wenig aus.
Es gilt: Die heimischen Glashersteller haben meist zu fairen Preisen sehr ordentliche Qualitäten im Programm. Die grundsätzliche Formgebung (z.B. Bordeauxglas, Burgunderglas, Rieslingglas) ist bei den meisten Produzenten sehr ähnlich. Bei der Optik entscheidet allein Ihr persönlicher Geschmack. Qualitativ oder sensorisch machen kreative Formen und andere Innovationen wenig aus.

Wie viele verschiedene Weingläser brauche ich?

 Wie viele verschiedene Gläser sie brauchen, lässt sich nicht pauschal beantworten. Eine Faustregel: Es kommt ein wenig darauf an, wie viele Rebsorten sie blind erschmecken können. Außerdem … Wenn der €3-Chianti vom Discounter einfach nur diffus nach Roter Grütze duftet, bringt auch das beste Rotweinglas nichts. 2 verschieden Gläser sollten es schon sein. Ein kleineres Weißweinglas und ein größeres Rotweinglas. Dazu noch ein großes Bordeaux-Glas und – wenn benötigt – einen ausladenden Burgunder-Kelch, das war’s eigentlich. Mit 3 oder idealerweise 4 verschiedenen Gläsern decken Sie rund 80 - 90% der Weinwelt gut ab und machen auch anspruchsvolle Weinfreunde glücklich.

Welches Weinglas nehme ich für welche Rebsorte?

 Die kurze Version: Vertrauen Sie den renommierten Herstellern. Meist ist es aus dem Namen („Bordeaux Red“) ersichtlich. Oder es steht auf dem Karton bzw auf der Website des Herstellers. Besagtes großes Rotwein-Glas eignet sich z.B. oft auch für Tempranillo aus Rioja und Ribera, Syrah aus von der Rhône oder opulenten argentinischen Malbec. Und natürlich genauso für andere Überseeweine aus weiteren Bordeauxreben wie Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Carménère und Petit Verdot. Zur Not auch für Chardonnay aus dem Barrique. Aber erzählen Sie das bitte nicht weiter, eigentlich gehört der ins Burgunderglas. Ebenso wie Pinot Noir (Spätburgunder). Pinot Blanc (Weißburgunder) und Pinot Gris (Grauburgunder) ohne Holzeinsatz dürfen ruhig ins kleine Weißweinglas bzw Riesling-Glas. Dieses eignet sich auch hervorragend für Schaumwein, also Sekt, Cava, Crémant, Spumante oder Champagne. In den langen Flöten prickelt er zwar etwas länger, im Weißweinglas kommen die Aromen jedoch viel besser zur Geltung.

Welches Weinglas eignet sich am besten für Roséweine?

Braucht man ein extra Roséweinglas? Kann man machen, muss man nicht. Für die meisten Roséweine tut es ein Weißweinglas. Bei gehaltvollerem Rosé wie Tavel von der Rhône, bzw. allen, die Holzfässer von innen gesehen haben, darf man gerne ein nicht zu großes Rotweinglas verwenden. Für prickelnden Rosé gilt dasselbe wie für weißen Schaumwein.

Warum sollte ich das Glas am Stil halten?

Dafür gibt es vor allem 2 Gründe. Erstens wollen Sie, dass der Wein die richtige Serviertemperatur möglichst lange behält. Sowohl Weißwein als auch Rotwein schmeckt nicht mehr, wenn er zu warm wird. Unsere Körpertemperatur beträgt rund 37 Grad. Wenn Sie das Glas auch nur 2 Minuten am Kelch in der Hand halten, kann sich der Wein signifikant erwärmen und wird eventuell ungenießbar. Zum Anderem wollen wir vermeiden, dass wir den Handgeruch wahrnehmen. Das kann der Eigengeruch sein, Handwaschseife bzw. Handcrème, oder schlimstenfalls Parfum oder Eau de Cologne, welches am Handgelenk aufgetragen wurde.
Kleine Glasetikette: Wie halte ich ein Weinglas richtig.
Die Grundregel: Alles, was einen Stil hat, wird auch am Stil angefasst. Eine “unverzeihliche“ Sünde: Das Glas bitte niemals oben am Kelch halten. Der gute Herr Knigge dreht sich sonst im Grabe um. Man kennt das leider aus unzähligen Hollywood-Filmen. Der Gentleman sitzt mit seiner Liebsten im Sternelokal bei Kerzenschein. Er bestellt den teuersten Wein von der Karte. Und beide halten das Glas wie einen Maßkrug auf dem Oktoberfest. Very romantic!
Warum man ein Weinglas richtig schwenkt, lässt sich leicht beantworten. Wenn der Wein die Oberfläche des Glases benetzt, geben wir ihm und seinen Aromen mehr Raum. Er duftet intensiver; seine verschiedenen Noten erschließen sich unserer Nase leichter. Vorausgesetzt er hat verschiedene.