Gaumenkitzel – Domaine la Colombette

Mit sanften Federn, den drei "Plume" in , und kitzelt François Pugibet die Gaumen auf die ganz beschwingte Art – wurde der Alkohol doch nachträglich reduziert.

Wein wirkt. Oft mehr als einem lieb ist. Manche glauben dem entgehen zu müssen, indem sie den Wein zu einer Schorle verwässern und so die engagierte Arbeit der Winzer vernichten. Andere versuchen eisern Maß zu halten, was allerdings bei den mittlerweile üblichen Volumenprozenten auf ein gelegentliches Benetzen der Zungenspitze herausläuft. Geht’s nicht auch anders? fragen da viele Weinfreunde – gibt es nicht guten Geschmack mit wenig Alkohol? Gibt es! Und zwar in Form der drei "Plume", der südfranzösischen Federn von den Weinpionieren François und Vincent Pugibet. Vater und Sohn entziehen ihren Weinen mit einem einmaligen Verfahren nachträglich einen Teil des Alkohols und bieten so vollen Genuss bei 9% Vol. Alkohol.

Nun sind hohe Prozente nicht per se ein Ärgernis, sondern das gewollte Ergebnis intensiver Arbeit im Weinberg. Nur spät gelesene, gesunde und reife Trauben ergeben die komplexen und vollen Weine, die wir heute bevorzugen. Niedrige Grade zeugen von säuerlichem und unreifem Lesegut. Wer also intensiven Geschmack bei wenig Alkohol erwartet, verlangt eigentlich die Quadratur des Kreises. Und genau die ist den Pugibets gelungen. Zwar verlieren die Weine mit dem Alkohol auch an Körper. Das gleichen die "Plume" aber mit mehr Substanz wieder aus. Die Pugibets haben hierfür die Stockdichte in den Weinbergen auf 8000 Pfl anzen erhöht – wie in den Toplagen des Burgunds versorgt jeder Rebstock lediglich ein Kilo Trauben. Die bedanken sich für diese Exklusivbetreuung mit einer satten und saftigen Aromatik.

Für François Pugibet sind seine "Plume"-Weine der Schlusspunkt einer außerordentlichen Winzerkarriere. Die Verdienste um die Weine des Languedoc trugen der Domaine La Colombette vielfache Ehrungen ein. Die liebste Auszeichnung jedoch ist dem goldverwöhnten François Pugibet die Silbermedaille für seinen Plume auf der letztjährigen "Chardonnay du Monde". Beweist sie ihm doch, dass sich seine leichten Federn selbst bei Blindproben gegenüber der fülligen Konkurrenz glänzend in Szene setzen können.

Gotthard Scholz

(WEIN NEWS August 2012)

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