Baglio Gibellina

Sizilianisches Beben: Baglio Gibellina

Dort wo einst Gibellina stand, hat der große Alberto Burri ein monumentales Kunstwerk geschaffen: Große Betonquader schmiegen sich an den Hang, dazwischen zeichnen sich originalgetreu die Gassen des alten Dorfes ab. Nach dem Erdbeben von 1968 wurde Nuovo Gibellina erschaffen. Dessen einzige architektonische Perle ist ein markantes Gebäude im alten sizilianischen Baglio-Stil, das etwas abseits des Ortes auf einem Hügel thront. Ein großer Innenhof öffnet sich malerisch zu den Weinbergen. Hier haben die Brüder Martino und Maurizio Biscardo mit ihrem Projekt Baglio Gibellina ein Zuhause gefunden.

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Baglio Gibellina
Nero d'Avola Salaparuta
2020 Italien rot

Game Changer in Sizilien: Nero d’Avola

Eine Art Erdbeben hat die Provinz Trapani im Westen Siziliens auch im Weinbau erlebt. Der Westen Siziliens ist traditionell Marsala-Land. Seit die Nachfrage nach diesem weißen Süßwein dramatisch einbricht, sind viele Existenzen bedroht. Als Game Changer erweist sich – auch bei Baglio Gibellina - die von der Insel stammende rote Rebsorte Nero d’Avola, die einen rasanten internationalen Aufstieg erlebte. Sie hat zwei Eigenschaften, die gegenüber anderen südlichen Rebsorten den Unterschied machen: seidig-elegante Tannine und ein stabiles Säuregerüst. Das ermöglicht dem Nero d’Avola ein breites Fruchtspektrum, das von Himbeere und Erdbeere über Kirsche und Zwetschge bis zu süßer Maulbeere reicht. Umwoben wird das Ganze von einer feinen, pikanten Kräuterwürze.

Die Geheimtipp-Reben Frappato und Grillo

Die zweite wichtige rote Rebe für Baglio Gibellina ist der Frappato. Hell in der Farbe, knackig-kirschig in der Frucht, angenehm herb am Gaumen und mit einer schönen Veilchennote ist Frappato der aromatische Gegenpart zum Nero d’Avola. Abgerundet wird die Zusammenarbeit der Biscardos mit den autochthonen Reben Siziliens vom weißen Grillo. Die große Marsala-Rebe versteht auch im trockenen Fach mit tropischer Frucht, Mandelnoten und weißen Blütenaromen zu begeistern.

Herausragende Riservas und Passimientos von Baglio Gibellina

Martino und Maurizio Biscardo sind Meister des Spiels zwischen Fruchtsüße und Lebendigkeit, leuchtender Seide und wohliger Wärme. Ihre Nero d’Avola flirren in allen Farben des Südens. Mit der Riserva „Macà“ eröffnen die Biscardos auf Baglio Gibellina eine weitere Dimension. Volle zwei Jahre reifte der Wein im Barrique. Ein Bravourstück gelingt mit dem „Passimiento“. Diese Cuvee aus Nero d’Avola und Frappato wird aus zuvor getrockneten Trauben erzeugt, eine Methode die je nach winzerische Vorliebe auch Appassimento oder Passimento genannt wird. Übrigens: Auch auf Baglio Gibbelina ist die Vorherrschaft der alten, weißen Männer mittlerweile gebrochen. Mit Maddalena Biscardo steht eine neue Generation bereit, die Weinwelt zu begeistern.