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Verdejo

Verdejo: Spaniens edle, weiße Rebe

Die Rebsorte Verdejo und die spanische Weinregion Rueda – da sind zwei, die seit ca. 50 Jahren so fest miteinander verschweißt sind wie Ernie und Bert. Davor wurden spanische Weißweine aus dieser und anderen Reben eher sehr reif getrunken, mit einer Anmutung, die in Richtung Sherry driftete. Wir müssen dem berühmten Weingut Bodegas Marqués de Riscal aus der Rioja Alavesa bis heute danken, dass es sich rund 300 km südwestlich des Stammhauses genau umgesehen hat (nach einem Tipp des berühmten Weinexperten Professor Émile Peynaud) und das großartige Potenzial der Verdejo-Traube erkannt hat.

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Casa Agricola Alexandre
Atlântico Branco
2021 Portugal weiß
Bodega Cuatro Rayas
"Azumb're" Rueda Verdejo
2021 Spanien weiß
Avelino Vegas
"Los Zarzales" Verdejo
2021 Spanien weiß
Bodega Cuatro Rayas
"4R" Verdejo
2021 Spanien weiß
Bodegas Yuntero
Verdejo & Sauvignon Blanc
2021 Spanien weiß Bio
Hermanos del Villar
"Oro de Castilla" Verdejo,
2021 Spanien weiß

Die Lebendigkeit eines Verdejo beeindruckt immer

Allerdings nahmen die verantwortlichen Önologen einen radikalen Stilwechsel vor: Nachternte, schneller Transport der Trauben zum Keller, Pressung unter Sauerstoffreduktion, Ausbau im gekühlten Stahltank – alles für die Erhaltung von Knackigkeit und Frucht. Denn schon im Namen Verdejo steckt die Frische: ‚Grünlicher‘ wäre die wörtliche Übersetzung und ganz viel Grün steckt oft in der Aromatik dieser Weine: Kiwi, Limetten und Kräuter zum Beispiel. Ergänzt von weiteren Fruchtnoten wie Orange, Zitrone, Grapefruit und manchmal exotisch ergänzt von Guave oder Maracuja. Der Vergleich mit Riesling und Sauvignon Blanc liegt nahe, jedoch ist ein Verdejo in der Regel deutlich weicher in der Säure.

Vorteil Verdejo: an das heiße Klima gewöhnt

Ein großer Vorteil der Rebe ist ihre Fähigkeit, sehr gut mit einem trockenen Klima umgehen zu können. In der Meseta, so heißt in Spanien die kastilische Hochebene, wachsen die Trauben in einer Höhe zwischen 600 und 800 Metern. Hier rund um die Provinzhauptstadt Valladolid brät die Sonne 2700 Stunden im Jahr; die jährliche Niederschlagsmenge von 300-500 mm ist dagegen eher übersichtlich. Verdejo gedeiht hervorragend auf den Kalk- und Kieselböden der Region, ohne jedoch – wegen der geringen organischen Substanzen – große Erntemengen hervorzubringen.

Anstrengung bringt Qualität

Das macht überhaupt nichts, denn die Qualität stimmt. Erfahrene Verdejo-Winzer wissen: Eine Rebe, die sich unter schwierigen Bedingungen anstrengen muss, erbringt das wertvollere Lesegut. Zugute kommt den Trauben, dass der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht manchmal bis zu 25°C beträgt: So bleibt die Säure gut erhalten, Konzentration und Aromatik entwickeln sich prächtig. Logisch, dass die Begeisterung der Rueda-Weinbauern kaum Grenzen kennt: Jedes Jahr feiern sie am zweiten Freitag im Juni den ‚World-Verdejo-Day‘.

Verdejo – auf dem Weg zur Edelrebe

Was die Feierlaune noch steigert, ist die Tatsache, dass die Rebsorte Verdejo historisch gesehen noch gar nicht so lange gewürdigt wird und ihre Erfolge schon im Teenager-Alter feiert. Doch das Wissen um die Sorte wächst von Jahr zu Jahr. Die Winzerinnen und Winzer in der Rueda haben das gewaltige Potenzial vor Augen und noch gar nicht den ganzen Schatz gehoben. Beachtlich ist ebenfalls, dass die besten Qualitäten auch sehr gut reifen können und nach einigen Jahren im Keller einen cremigen Charakter mit nussigen Aromen entwickeln. Kein Zweifel: Verdejo ist auf dem Weg, das Niveau zu erklimmen, das die rote Tempranillo schon erreicht hat: Spaniens edelste Weißweinrebe!

18.000 Hektar – Tendenz steigend

Verdejo ist eine Kreuzung der relativ unbekannten Rebsorte Castellana Blanca mit Traminer (=Savagnin), wobei letzterer für die Aromastärke verantwortlich sein dürfte. Regional wird Verdejo auch mal Albillo Nava oder Verdelho genannt. Neben dem Ruedagebiet, das seit 1980 den Status einer Denominación de Origen (D.O.) genießt, wird Verdejo auch in Cigales, Toro, Tierra de Léon, La Mancha und der Extremadura angebaut. Insgesamt sind mehr als 18.000 Hektar in Spanien mit Verdejo bestockt. Im Jahr 2007 waren es nur knapp 5000 Hektar – Tendenz weiter steigend.

Was zum Verdejo besonders gut schmeckt

Ist das Essen schwer, macht ein Verdejo alles wieder leicht, weil er sozusagen einmal frisch durchspült. In der asiatischen Küche wäre zum Beispiel ein Hähnchen mit Erdnusssauce sehr gut kombinierbar. Oder gebratener Tofu mit einer Kurkuma-Chili-Kokossauce. Ja, selbst für eine klassische Schweinelende in Sahnesauce ist ein Verdejo perfekt gerüstet. Alles was die mediterrane Küche bietet, ist sowieso ein Heimspiel: Gegrilltes Gemüse oder Meeresfrüchte, Tortillas oder bei den Tapas Manchego und Serranoschinken.