Der Mann auf dem Trecker – Moulin des Peyres

Das Herz der Familie Fernandez schlägt für saubere, bezahlbare Weine, die den Alltag bereichern. Mit Überfliegern können sie nichts anfangen. Aber mit Tradition, Qualität und Freundschaft.

Die Neujahrgrüße, die die Familie Fernandez in diesem Jahr versandte, zierte ein Foto mit einem älteren Herren am Steuer eines Treckers sowie drei Männern vorne auf der Haube. Einer der Kerle hat einen kleinen Jungen auf dem Schoß. Oben links eingeklinkt in das Bild ist eine ältere Aufnahme mit der gleichen Szenerie aus dem Jahr 1982: Der Herr am Lenkrad ist 30 Jahre jünger, auf der Motorhaube sitzen seine Buben im Alter von vier bis sechs Jahren (das alles ist zu sehen, wenn Sie "Domaine Pierre Belle" in die Facebook-Suche eingeben). Diese kleine Fotomontage drückt ganz wesentliche Werte aus: Familie, Tradition, Bodenständigkeit.

Zwischen Montpellier und Narbonne, im Herzen des Languedoc, genauer gesagt in der kleinen Pays-Appellation Coteaux du Libron, ist die Familie Fernandez zuhause. Das Meer ist keine 15 Kilometer entfernt und schafft ein wenig abendliche Abkühlung, was den Trauben bekanntermaßen sehr gut tut. David Fernandez – der älteste der drei Jungs – bringt sein rundum positives Heimatgefühl auch im persönlichen Gespräch zum Ausdruck, wenn er mit seinem freundlichen und fast etwas schüchternen Lächeln erzählt, dass er nun bereits in vierter Generation Winzer ist.

Es ist zumeist so, dass Winzerpersönlichkeiten auf ihren Wein einen großen Einfluss haben. Das stimmt auch bei den Tropfen der Linie "Moulin des Peyres" – und auch das ist durch und durch positiv gemeint: Es sind keine Überflieger, sondern grundsolide, saubere, einfach leckere Weine, die ein Mittagessen ("C’est normal!") oder das Abendbrot unter der Woche ganz hervorragend begleiten. Dass sie mit ihrer spielerischen Leichtigkeit überdies extrem partytauglich sind, versteht sich von selbst. Und auch beim Preis hebt die Familie glücklicherweise nicht ab, sondern bleibt fest verankert auf ihrer ton- und kalkhaltigen Erde: Bei einem Normalpreis von unter 4 Euro können Sie diverse Fläschchen bedenkenlos Freunden und Verwandten spendieren – und sich an deren Überraschung weiden, dass es für so wenig Geld so leckeren Wein gibt.

Apropos Verwandtschaft: die fünfte Generation Fernandez wächst schon heran. Und niemand sollte sich wundern, wenn im Jahr 2042 auf der die Neujahrskarte wieder eine Landmaschine zu sehen ist: David Fernandez am Steuer und auf der Haube – na, wenn dann ein Trecker mal reicht…

Wendelin Niedlich

(WeinNews April 2012)

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