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"Ein Wein, der genau das mitbringt, was ich damals gesucht habe - Zugänglichkeit. Wärme. Direktheit."

Hallo und willkommen zurück zur nächsten Station von meinem Weinregal, 

letztes Mal habe ich Sie mit nach "Neuseeland" genommen – dahin, wo meine Weinreise angefangen hat. Dieses Mal sind wir ein gutes Stück näher an gewohnter Umgebung, in Hamburg. Und ein paar Monate weiter. 

Im Jahr 2018
Ich sitze im Hörsaal, frisch im Jurastudium, irgendwo zwischen "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" und "Strafrecht Teil I" und immer mit der leisen Ahnung, dass das doch noch nicht alles gewesen sein kann. Parallel dazu stehe ich in meinem Heimatstadteil Barmbek im Weinladen um die Ecke. Mein erster richtiger Kontakt mit Wein – zumindest mit dem Anspruch, ihn zu verstehen. 

Ich war 20. Die einzige Frau im Team.
Und, fairerweise: ich hatte wirklich keine Ahnung.
Also wirklich nicht. Rebsorten? Schwierig. Regionen? Grob. Winzer? Fehlanzeige. Und dass Champagner keine Rebsorte ist – hat mir auch erstmal keiner gesagt.
Von außen betrachtet: absolut nachvollziehbar, dass man mich nicht sofort ernst genommen hat. Von innen betrachtet: ein bisschen frustrierend. Und gleichzeitig genau der Antrieb, den ich gebraucht habe. 

Mein Chef hat damals immer gesagt: "Lina, nimm dir Arbeit mit nach Hause." Was er meinte: den Wein selbst. Also habe ich mich durchprobiert. Viel durchprobiert. Und schnell gelernt, dass Wein kein Studienfach ist, das man nur theoretisch versteht. Man muss ihn trinken. Vergleichen. Wieder vergessen. Neu entdecken. 

Meine ersten Empfehlungen? Sagen wir so: Sie bewegten sich irgendwo zwischen Grauburgunder und Primitivo. Und wenn es etwas Besonderes sein sollte – dann eben der Primitivo mit dem goldenen Etikett.
Heute würde ich wahrscheinlich ein paar andere Fragen stellen. Aber ganz ehrlich: Es hat funktioniert. Und es hat geschmeckt. Und genau darum geht es ja am Ende.

Der Wein dieser Station
Deshalb gibt es heute – ganz bewusst – einen Primitivo. Den "Sandrà" Primitivo Salento 2024 von Baglio Gibellina aus Apulien. Ein Wein, der genau das mitbringt, was ich damals gesucht habe – auch wenn ich es noch nicht so hätte benennen können: Zugänglichkeit. Wärme. Direktheit. In der Nase dunkle Kirschen, rote und schwarze Beeren, dazu ein Hauch Thymian und Vanille.
Am Gaumen rund, weich, fast schon anschmiegsam – die Tannine eher sanft als fordernd. (Ein Satz den ich damals mit Sicherheit nicht geschrieben hätte). Einer, den man einschenkt – und sofort versteht, warum er so viele Menschen abholt. Und vielleicht auch ein kleiner Reminder: Nicht jeder Wein muss eine große Geschichte erzählen. Manchmal reicht es, wenn er einfach genau im richtigen Moment schmeckt. 

Was ich damals gelernt habe
Diese Zeit im Weinladen war ehrlich gesagt genauso wichtig wie Neuseeland. Weil ich dort angefangen habe, Wein nicht nur zu erleben, sondern zu begreifen. Stück für Stück. Und weil ich gemerkt habe, dass es völlig okay ist, am Anfang nicht alles zu wissen. Man muss nur neugierig bleiben. Und weitermachen. So viel also zu dieser Station in meinem Weinregal. Wie es von dort aus weiterging, wie ich vom Weinladen in einer Agentur gelandet bin, etwas mit Robotern gemacht habe und dann letztendlich wieder zurück beim Weinladen gelandet bin – und wie dann aus Nebenjob irgendwann Beruf wurde – erzähle ich Ihnen beim nächsten Mal.

Bis dahin: greifen Sie ruhig auch mal zum Primitivo. Vielleicht nicht wegen des goldenen Etiketts – sondern einfach, weil er Spaß macht. 

Cheers
Lina

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