Das Atmen der Amphoren
Bei Más Que Vinos zeigt sich, wie aromatisch mitreißend das Rückbesinnen auf traditionelle Methoden sein kann.
Die uralten Buschreben ducken sich förmlich in die karge, tagsüber heiße, nachts empfindlich kühle Mesa de Ocaña, eine Hochebene bei Toledo. Die Reben bringen wenig Ertrag, doch der hat maximale aromatische Erfahrung. So zu arbeiten, muss man wollen. Wer wüsste das besser als Alexandra Schmedes. Sie hat bei Buitenverwachting in Südafrika, Schloss Vollrads im Rheingau oder Heras Cordón in der Rioja andere Arten der Weinbergarbeit kennengelernt. Aber in Toledo macht Alexandra Schmedes nicht nur Station. Hier ist sie seit fünfundzwanzig Jahren angekommen. Und darum geht es ihr und ihren Partnern Margarita Madrigal und Gonzalo Rodriguez um Más Que Vinos, um mehr als Wein.
"Als Winzerinnen sind wir moderne Traditionalisten," bekennt die Deutsche. "Für uns sind die regionalen Buschreben unverzichtbar. Wir arbeiten biologisch, manuell und, wo immer es geht, mit traditionellen Verfahren. "Bei Más Que Vinos wurde eine alte Art der Weinbereitung der Mesa de Ocaña wiederbelebt: Tonamphoren. Ein wenig mystisch formuliert, lassen Amphoren den Wein in der Erde entstehen, aus der er stammt. Es geht aber auch prosaisch: "Amphoren atmen, der Wein reift deshalb unter minimal oxidativen Bedingungen," beschreibt es Alexandra Schmedes. Die Trauben öffnen ihr immenses Potential dadurch besser und nachdrücklicher. Der "Ercavio" Garnacha reift achtzehn Monate ausschließlich in Amphoren, der Syrah und die "Selección Limitada" zudem auch in Barriques. Drei Neuentdeckungen, die ebenso warmwürzige wie nachhaltige Spuren in Ihrem sensorischen Gedächtnis hinterlassen!
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