Sarrail: Wenn's Dir nicht gefällt, mach NEU!

Gibt es hyperaktive Winzer? Ja, und das ist gut so. Albert Sarrail hat 2012 gewirbelt und seine Einstiegsweine überarbeitet. Einstiegsweine? Das darf er nicht hören...

"Wenn man als Winzer unbegrenzt Geld hat, technische und menschliche Ressourcen ohne Ende, und auch der Kunde im Geld schwimmt, ja, dann ist es nicht so schwer, ein paar Flaschen sehr guten Wein für 50 Euro das Stück zu machen. Aber ich möchte unter den großartigen Bedingungen, die ich hier vorfinde, auch Weine machen, die den Kunden um die 5 Euro kosten und von denen die Leute sagen: Wow! Super! Schmeckt nach viel mehr!" Liebe Winzer, schneidet diese Sätze aus. Klebt Sie neben den Badezimmerspiegel und übt sie jeden Morgen. Wenn es Worte gibt, die ein Weinhändler hören will, der täglich für seine Kunden einen harten Kampf um das beste Preis-Genuss-Verhältnis führt, dann diese!


Gesprochen hat sie Albert Sarrail, Leiter des gleichnamigen Weingutes in Sichtweite der mittelalterlichen Festungsstadt Carcassonne, der schon viele Kunden mit seiner "VS"- Linie begeistert hat. Nun hat er sich 2012 seine "Cité"-Weine zur Brust genommen: Noch mehr Frische, mehr Klarheit, mehr Frucht wollte er haben, mehr – und hier ist das französische Wort einfach stärker – "Expression". Bei diesem Wort spricht der 30-Jährige vehement mit den Händen und man kann sich bildhaft vorstellen wie dieser Wirbelwind den Produktionsprozess durchpflügt hat: Die Trauben müssen noch schneller in kühlen Keller, um die Aromen zu erhalten. Die Pressung muss die schonendste überhaupt sein. Alles, aber auch alles muss picobello sauber sein – ein ganz einfacher Chef ist Albert wahrscheinlich auch nicht.

Doch der Einsatz hat sich gelohnt: Sarrail hat die Steilvorlage der Natur verwandelt. Zwischen den Pyrenäen im Süden und den schwarzen Bergen im Norden liegt Carcassonne in einer kühlen atlantischen Windströmung, sodass sich Gründer und Großvater Henri Sarrail 1981 folgerichtig für - Rebsorten entschied. Gleichzeitig brutzelt die Sonne des Midi einige Rundungen in die Weine – eine wunderbare Melange.

Aber die Sache war noch nicht fertig: Nun musste die ganze Welt auch sehen, dass sich 2012 etwas verändert hat! Getreu dem Motto von Peter Fox "Wenn's Dir nicht gefällt, mach NEU!" rief er den renommierten Künstler ZANDA aus Carcassonne an und tüftelte viele Abende lang an Formen und Farben der Etiketten, bis er wirklich zufrieden war. Drinnen und draußen – die schönste Cité-Linie, die es je gab!

Wendelin Niedlich

(WEIN NEWS März / April 2013)

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