Peth Wetz
Einmal um die Welt. Zurück nach Bermersheim.
Christian Peth hat früh über den rheinhessischen Tellerrand geschaut. Heute muss er niemandem mehr beweisen, dass internationale Ideen auch in Bermersheim funktionieren – seine Weine tun das längst für ihn.
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Wenn man Christian Peths Weine heute probiert, könnte man fast vergessen, wie ungewöhnlich sein Weg einmal war. Als junger Winzer zog es ihn in die USA, nach Chile und Australien – in Weinwelten, in denen Chardonnay, Sauvignon Blanc und kräftige, ausdrucksstarke Weine ganz selbstverständlich zum Alltag gehörten.
Zurück in Rheinhessen hat er daraus aber nie Kopien gemacht. Vielmehr hat er sich Stück für Stück herausgepickt, was zu ihm, seinen Weinbergen und seiner Vorstellung von gutem Wein passt. Und die ist bis heute ziemlich eindeutig: Wein darf etwas zu erzählen haben. Er darf Schmelz zeigen, Frucht, Struktur und auch mal ein bisschen mehr von allem.
Sein 2025er Grauburgunder ist dafür ein wunderbarer Einstieg: saftig, cremig und mit genau der Fülle, die bei Peth einfach dazugehört. Bei der "Editio Classica" treffen Weißburgunder und Chardonnay aufeinander und zeigen die etwas feinere, burgundische Seite des Weinguts.
Und dann wäre da noch der Fumé Blanc "Unfiltered". Hier lässt Christian dem Sauvignon Blanc bewusst mehr Raum. Keine Filtration, weniger Eingriff, dafür viel Zeit und eine Stilistik, die deutlich aus der Reihe tanzt. Genau solche Weine zeigen, warum Peth-Wetz spannend bleibt: Man weiß ungefähr, was einen erwartet – und wird doch immer wieder überrascht.