Fogt fantastisch
Wir dachten immer, Grauburgunder, Blanc de
Noir und Scheurebe von Georg Fogt lassen
sich nicht besser machen. Da kannten wir
seinen 2025er Jahrgang noch nicht.
Nicht, dass ich mit meinem Leben unzufrieden wäre. Aber ob es zum Bilderbuch taugt wie bei den Fogts? Bei dieser Familie in ihrem hin gebungsvoll restaurierten Bahnhof gleich gegenüber dem Weingut stimmt einfach alles – und jetzt auch noch: der perfekte Jahrgang. Selbst Georg Fogt, wahrlich kein Freund der großen Worte, kommt da ins Schwärmen: "Superklare Frucht, starkes Rückgrat, volles Mund gefühl – das waren die besten Trauben, die ich je geerntet habe." Da hat der Weingott Gerechtigkeit walten lassen. Denn im letzten Jahr gang war bei den Fogtsdie Hälfte der Ernte dem Spätfrost zum Opfer gefallen. In 2025 kam dann die Wiedergutmachung. Die Rebstöcke, die im Jahr zuvor nicht getragen hatten, waren bestens ausgeruht. Und trafen auf eine Vegetationsperiode wie geküsst.
So konnte Georg im Keller in die Vollen gehen und den Weinen eine extra lange Maischestandzeit gönnen. In dieser Zeit, die Most und Schalen vor dem Pressen gemeinsam verbringen, lösen sich zusätzliche Aromastoffe aus den Schalen. "Da verstärkt sich das Gute ebenso wie das Schlechte, also beispielsweise Unreife", erklärt der Baden heimer." Dieses Jahr gab es allerdings nur Gutes!" Das Zusammenspiel aus vollem Körper, Intensität und brillanter Frucht kommt insbesondere den Burgundern zugute. Wir sehen uns daher genötigt, zum Blanc de Noir und dem "Vom Tonmergel" Grauburgunder eine Warnung auszu sprechen. Soviel Klasse kann den Gaumen nachhaltig verwöhnen.
Georg Fogts Aushängeschild ist die "Steinmeer" Scheurebe. "Tatsäch
lich fühle ich bei der Scheurebe so etwas wie Vaterstolz, weil wir die
ersten waren, die sie trocken ausgebaut haben", bekennt Georg Fogt. "Frucht steht für mich an erster Stelle und darum verkörpert die ‚Scheu'
all das, was Wein faszinierend macht." Fassen wir zusammen:
Mit diesen 2025ern im Glas kann der Frühling nur groß werden.
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