Georg Fogt
Markus Brandt
Stephan und Hans Wernersbach

Glorreiche Generation

Fogt, Wernersbach und Brandt

Sie sind jung, gut ausgebildet und heiß auf Qualität. Rheinhessens Winzer drehen auf.

Dieser Startup-Boom ist einfach phänomenal. Wo sich gestern noch der Nebenerwerbswinzer auf den alten Deutz geschwungen hat, um die Trauben bei der Genossenschaft abzuladen, erzeugen heute die bestens ausgebildeten Töchter und Söhne eigene und noch dazu hammergeile Weine. Und was vor ein paar Jahren als braver Schoppenweinacker galt, entpuppt sich mehr und mehr als Toplage für , oder .

Nehmen wir Stephan Wernersbach. Großvater Schreiner, Vater Postler, ein paar Rebzeilen im Familienbesitz. "Meine Freunde waren ständig genervt, mit den Eltern in den Weinberg zu müssen", erzählt der Hesslocher. "Mir dagegen war recht früh klar, dass ich Winzer werden will: Nah der Natur, mit eigenem Hof." Also Weinbaustudium, dann Garagenwinzer, um heute auf elf Hektar Weinbergen unter anderem einen fantastischen & Weissburgunder zu erzeugen, der Eleganz und Schmelz perfekt vereint.

Oder Markus Brandt. Dem konnte es nicht schnell genug gehen. Er war 21 und noch in der Lehre auf einem anderen Weingut, als er die Familie Brandt endlich aus der Anonymität der Fassweinerzeugung erlöste. Heute, sieben eigene Jahrgänge und ein Weinbaustudium in Geisenheim später, sagt er: "Mir ging es darum, den Weinbergen Wertschätzung zu erweisen. All die Arbeit übers Jahr, all die in Generationen gewonnene Erfahrung – und zum Schluss geht dieses ganz individuelle Traubengut in eine belanglose Großabfüllung? Das schien mir so dermaßen respektlos!" Windumtoste Höhenlagen bis zu 300 Meter, karge Böden und ein extrem später Lesezeitpunkt prägen seine Rieslinge, die ebenso brillant wie saftig schmecken.

Schließlich Georg Fogt. Weil der Vater als Ortsbürgermeister voll eingespannt war, ergaben sich im Keller des Familienguts Freiräume, die der Junge mit der Extraportion Talent ungeniert nutzte. Heute fordert er mit seinem Silvaner aus der Lage Wöllsteiner Äffchen selbstbewusst die fränkische Vormachtstellung bei dieser Traube heraus. "Äffchen passt. Der Wein hat einerseits etwas Freches, gleichzeitig aber auch einen schönen Schmelz", sagt . Bleibt noch zu klären, wie sich ein Affe nach Badenheim verirrt hat? Im Rheinhessischen werden Ulmen seit jeher Effen genannt. Derart pragmatische Erklärungen tun der Fantasie einfach nicht gut. Aber um diese zu beflügeln, haben wir ja die rheinhessischen Weine der Glorreichen Generation!

Gotthard Scholz
(WEIN NEWS März 2019)

Alle Weine zu dieser Geschichte

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6er Paket Glorreiche Generation
weiß, trocken, Rheinhessen, Deutschland

2 x 2017 Silvaner tr., Wöllsteiner Äffchen, Weingut Fogt, Rheinhessen
2 x 2017 Riesling tr., Hesslocher Liebfrauenberg, Brandt, Rheinhessen
2 x 2017 Chard. & Weissb. tr. "von der Tonerde", Wernersbach, Rheinh.

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ArtNr. 810001291

55,40 € 39,00 €*
Verfügbarkeit im Kontor
2017 Chardonnay & Weissburgunder trocken "von der Tonerde", Wernersbach
weiß, trocken, Rheinhessen, Deutschland

»Schöne Schwestern« Chardonnay und Weißburgunder sind genetisch gesehen Schwestern. Chardonnay ist die Liebreizende mit Schmelz und Fülle. Weißburgunder die Kecke, Interessantere. Dirigent Wernersbach lässt ein perfekt abgestimmtes Duett erklingen mit Noten von Orangen, grüner Banane, weißen Blüten und...
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ArtNr. 713300717

8,95 €* 0,75l (1 l = 11,93 €)
Verfügbarkeit im Kontor
2017 Riesling trocken, Hesslocher Liebfrauenberg, Brandt
weiß, trocken, Rheinhessen, Deutschland

»Lebhafte Liebfrau« Die Spitzenlage Liebfrauenberg macht sich mit diesem Wein bei Weib und Manne gleichermaßen lieb Kind: herrlich opulenter Duft mit Anklängen an Aprikose und weißen Weinbergpfirsich, lebhaftes Spiel im Gaumen, schöner, runder, substanzreicher Geschmack mit lebhaftem Ausklang - perfekt!
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ArtNr. 717500617

9,80 €* 0,75l (1 l = 13,07 €)
Verfügbarkeit im Kontor
2017 Silvaner trocken, Wöllsteiner Äffchen, Weingut Fogt
weiß, trocken, Rheinhessen, Deutschland

»Atemberaubender Affe« Der bringt die Seele des Silvaners auf den Punkt. Im Duft erspüren Sie zarte Noten nach Felsenbirne, gepaart mit Mandel und Limette. Dazu gesellen sich im Geschmack ein satter Schmelz und ein langer Nachhall. Wie ein so frecher Wein so anschmiegsam sein kann, weiß wohl nur Georg Fogt allein.
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ArtNr. 710301217

8,95 €* 0,75l (1 l = 11,93 €)
Verfügbarkeit im Kontor
*Preis inkl. gesetzl. MwSt. und ggf. zzgl. Versandkosten

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