Lemberger und Blaufränkisch: die edle Rotweinrebe aus Württemberg und Österreich

Die Rotwein-Rebsorte Lemberger, auch bekannt unter den beiden Namen Blauer Limberger oder Blaufränkisch, besetzt bisher im deutschen Weinanbau noch eine Nische. Nur knapp 1.800 Hektar wurden 2009 auf deutschem Boden angebaut – eine stetige Zunahme ist laut Deutschem Weininstitut in den letzten Jahren allerdings zu beobachten. Das Hauptanbaugebiet der edlen Rotweinrebe ist mit einer Anbaufläche von 1.600 Hektar Württemberg.

Blaufränkisch – der Lemberger aus Österreich

Der Ursprung der dunklen Traube liegt im heutigen Slowenien, das als Untersteiermark zu K.u.K-Zeiten zu Österreich-Ungarn gehörte. Dort ist die Rebe, die im Alpenland Blaufränkisch heißt, noch heute beheimatet. Angebaut werden die roten Reben vor allem im Burgenland. Der österreichische Name zeigt an, dass die Herkunft der Traube lange in Frankreich gesehen wurde.

Dank der langen, trockenen Sommer werden im Burgenland einige der besten österreichischen Rotweine gekeltert – reinsortig oder als Cuvée. Top-Erzeuger wie Erwin Tinhof oder Monika Strehn erzeugen Gewächse von großer Strahlkraft und Komplexität. Insgesamt steht Österreich im Anbau von Blaufränkisch mit einer Fläche von 2.800 Hektar an zweiter Stelle nach Ungarn, das mit knapp 8.000 Hektar die meisten mit Lemberger bestockten Weinberge besitzt. Hier heißt die Rebe Kekfrankos.

Württemberg: Heimat des Lembergers in Deutschland

Warm mag es die rote Traube und windgeschützt. So gedeiht sie hervorragend auf den tiefgründigen und kalkhaltigen Weinbergen Württembergs.

Der Lemberger ist ein Aushängeschild dieses Weinanbaugebiets und gilt hier mengenmäßig als zweitwichtigste Rotweinrebe nach dem Trollinger. Der aus der Lemberger-Traube gekelterte tiefdunkle Rotwein bespielt die ganze Bandbreite zwischen Alltagswein und komplexen, langlebigen und tanninreichen Rotweinen. Lemberger eignet sich hervorragend für den Ausbau im Barrique. Die Ausnahmestellung der Traubensorte im deutschen Weinbau zeigt sich auch daran, dass Lemberger im VDP, dem Verband deutscher Prädikatsweingüter, als einzige neben dem Spätburgunder für die Erzeugung Großer Gewächse bzw. Großer Lagen zugelassen ist. Lemberger von Spitzenwinzer wie Rainer Schnaitmann genießen auch international hohe Beachtung.

Aroma und Geschmack

Lemberger und Blaufränkisch präsentieren sich im Glas von tiefdunkler Farbe mit  bläulichen Farbreflexe.

Im Duft finden sich intensive Aromen dunklen Beeren wie Heidelbeere, Blaubeere  oder Brombeere. Nuancen von Holunder, Kakao, Leder und grüner Paprika zählen ebenfalls zum Spektrum.

Am Gaumen zeigen sich die Weine mit kompakter, seidiger Tanninstruktur, einer ausgeprägten, dunkelbeerigen Frucht, Gewürzen sowie einer präsenten Säure. Von Haus aus eher mittelgewichtig, können die Weine im Barrique zu Körper und Fülle reifen. Spitzen-Lemberger und Blaufränkisch verfügen über ein großes Lagerpotential.

Lemberger passen zu Grillgerichten und zur typisch württembergischen Vesper. Trocken und kräftig können Sie den Rotwein zu deftigen Fleisch- und Schmorgerichten sowie zu würzigem Käse servieren. Barrique-gereifte Weine behaupten sich problemlos in der Sterneküche z.B. zu Rehrücken.

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